Wie findet man eine gute Hundeschule / einen guten Hundeverein?

Da ich mittlerweile auch einiges erlebt habe, ob gutes oder schlechtes, möchte ich hier einfach mal ein paar Kriterien aufschreiben, die für mich bei der Auswahl wichtig sind.

Ich nenne hier aber bewußt keine Namen der Hundeschulen oder Vereine, sondern probiere anhand von Beispielen zu verdeutlichen, was ich mittlerweile erlebt habe und welche Dinge deswegen für mich wichtig sind um eine gute Hundeschule / Hundeverein zu finden.Allzu oft wird leider noch immer mit Druck und Stress gearbeitet und ausgebildet und gerade Rassen wie Aussie mögen das garnicht. Den sie wollen ihren Besitzern gefallen und reagieren auf Druck und Stress sehr sensibel.

Leider ist der Beruf Hundetrainer ist kein Lehrberuf und setzt keine abgeschlossene und geprüfte Ausbildung voraus, es kann sich also eigentlich jeder Hundetrainer schimpfen und  darum gibt es leider zuviel „schwarzen Schafen“!

Checkliste zur Auswahl einer Hundeschule,das erfüllt eine gute Hundeschule:
• Hunde und Hundehalter werden mit positiver Verstärkung (beim Hund mit Futterbelohnung) unterrichtet.
• Würgeketten und andere Zughalsbänder, Leinenrucke und Kommandogebrüll oder chemische und
elektronische Dressurgeräte (Stachel- und Anti-Bell-Halsbänder) sind nicht zugelassen; Schlagen ist
absolutes Tabu.
• Möglichst kleine Gruppen (Richtwert: fünf Hunde, ein Trainer; maximal zehn Hunde bei zwei Trainern).
• Spielphasen werden von den Trainern permanent beaufsichtigt und positiv angeleitet (zu wildes Spiel
wird unterbrochen, aber keinesfalls bestraft). Das heißt auch nicht mit den so dummen Gießkannen wo dann wild in die Hunde rein gekippt wird und unschuldige Hunde die volle Ladung dan abbekommen!!!!
• Hunde, die in Gruppen gestresst sind , werden mit den Besitzern im Einzeltraining oder in einer anderen Gruppe trainiert
• Hunde mit Verhaltensproblemen (Angst oder Aggression) und läufige Weibchen haben in Gruppen nichts
verloren.Gerade aggressive Hunde sollten nicht an friedlichen Hunden therapiert werden!
• Welpen (von 8 bis 16 Wochen) müssen beim Spielen von den körperlich überlegenen Hunden separiert
werden.
• Alle Übungen werden schrittweise erklärt und angeleitet, sodass jeder Teilnehmer weiß, wie sein Hund
das Verlangte erlernen kann.
• Die Trainer respektieren, dass Hunde und Menschen Individuen sind – es kann nicht jeder gleich gut sein. Und es werden auch eigene Erfahrungen und Meinungen akzeptiert! Den der Hundebesitzer kennt eigentlich seinen eigenen Hund immer am Besten!
• Nach jeder Trainingseinheit sollte eine Spielpause folgen.
• Die Trainer sind über moderne Erkenntnisse in Bezug auf Hundeverhalten (es ist passé, alles mit
„Rangordnung“ zu erklären) und Lernpsychologie informiert.
• Der Trainer erkennt die Überforderung einzelner Hunde (Calming Signals) und reagiert darauf
(Spielpausen oder Einzeltraining).
• Es wird großer Wert auf Kommunikation mittels Körpersprache und Handzeichen gelegt und nicht das übliche "ich drücke meinen Hund ins Platz" praktiziert.

WeitererText folgt noch!